Wie ich begann, mir Gedanken zum Abfall zu machen

Wie ich begann, mir Gedanken zum Abfall zu machen

Schon seit einigen Jahren störte ich mich daran, wenn in meinem Alltag übermässig Abfall anfiel. Sei es bei einem Einkauf im von Take-Away Food oder auch bei Verpackungen von Produkten aus dem Supermarkt. Doch mehr als etwas geärgert haben mich diese Situationen nicht, meine Unzufriedenheit gegenüber von Herstellern wuchs einfach ein immer mehr. Ich sah das Problem nicht bei mir, sondern bei der Industrie und fühlte mich ohnmächtig.

Die Wende

Als ich mich letzten Sommer entschied, mich hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen mindestens ein Jahr lang vegan zu ernähren, wusste ich noch nicht, wieviele Veränderungen dieser Entscheid bei mir bewirken würde. Wir reisten nach Italien in die Sommerferien und ich begann dort meine Ernährung strikt umzustellen. Das war in gewissen Situationen einfacher als ich gedacht habe, in anderen schwieriger. Doch das ist eine andere Geschichte.

Hallo Zero Waste

Dank Youtube stolperte ich dann bald auch über ähnliche Themen zum Thema Nachhaltigkeit. Zum einen begann ich mich immer mehr über Minimalismus zu informieren und gleichzeitig entdeckte ich auch die Zero Waste Bewegung. Ich begann Bücher zu lesen, Videos und Dokumentationen zum Thema Abfall und unsere Umwelt zu schauen. Zudem besuchte ich in Aarau mehrere Kurse die mir Schritt für Schritt das Thema Zero Waste näher brachten. Was ich alles genau las, schaute und besuchte werde ich hier in künftigen Notizen auf diesem Blog einzeln aufzeigen.

Recycling ist nicht die Lösung

Ich lernte, dass Recycling zwar gut ist und wir Schweizer das auch recht gewissenhaft machen. Wenn man jedoch genauer hinschaut Recycling in vielen Fällen schöner klingt als es beworben wird. Beispielsweise recyceln wir über 80% der PET-Flaschen, nur ein Bruchteil davon wird davon aber wieder bei der Herstellung von PET-Flaschen verwendet. Oft ist Recycling eher ein Downcycling.

Pro Jahr fallen in der Schweiz fast 100 kg Plastikabfälle pro Kopf an – mehr als dreimal so viel wie im europäischen Durchschnitt. Und davon werden nur etwa 25% recycelt. Was dann ins Recycling gelangt wird dann aber auch gerne von Kehrichtverbrennungen einfach verbrannt, da Plastik bei der Verbrennung viel Energie abgibt. Einfach gesagt: es ist kompliziert und ein Dilemma.

Was kannst du tun?

Ich fragte mich: was kann ich tun? Alles was ich zum Thema Minimal Waste gelesen und gesehen habe deutete darauf hin: es liegt auch in meiner Hand. Natürlich braucht es politische Entscheide, die beispielsweise Einweg-Geschirr an Events verbieten (Genf will das ab 2020 durchsetzen).

Aber wir als Konsumenten können nicht länger darauf warten, dass sich Migros und Coop plötzlich in nachhaltige Unverpackt-Supermärkte verwandeln. Das wird in Zukunft hoffentlich geschehen. Aber die Zeit läuft und wir können alle vorher reagieren und diese Umstellung beschleunigen.

Wie du das machen kannst versuche ich in den nächsten Notizen hier auf meinem Blog aufzuzeigen. Und glaub mir: es ist ganz einfach.

Zero Waste muss Spass machen – Im Podcast-Gespräch mit Shibby

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Warum Minimal Waste?

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